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Hypnosepraxis Ute Neehoff
Psychotherapeutische Heilpraktikerin
Hypnosetherapie - Coaching - Beratung
Bertolt-Brecht-Allee 24 • 01309 Dresden • Tel. 0351 - 2 15 95 15

Systemische Hypnose: eine Kombination aus Hypnose und Familienstellen, die es in sich hat

Was Hypnose in dieser Kombination betrifft, hat alles Gültigkeit, was ich auf meiner Website dazu schreibe. Neu ist das Stichwort "Familienstellen". In diesem Artikel erfahren Sie:

Was Sie vom Familienstellen erwarten können, welche Fallstricke es gibt und wie Heilung gelingt

Die meisten Menschen sind unbewusst loyal gegenüber ihrer Herkunftsfamilie, den dort üblichen Mustern, Werten, Verhaltensweisen, selbst wenn sie diese behindern und Probleme schaffen. Ursache ist eine tief sitzende Angst, dieZugehörigkeit einzubüßen, wenn man andere/eigene Wege geht.

Beispiel

Eine junge Frau verliebt sich und würde am liebsten heiraten, wären da nicht ihre Eltern. Die leben weit weg und wünschen sich nichts sehnlicher als dass die Tochter den elterlichen Bauernhof übernimmt und Enkelkinder, die sie regelmäßig um sich haben. Der Mann, den sie liebt, hat einen guten Job, den er nicht aufgeben möchte. Auch kann er sich nicht vorstellen, ständig mit den Schwiegereltern im Nacken zu leben. Die junge Frau entscheidet sich, den Erwartungen der Eltern zu entsprechen. Einige Jahre später hat sie in ihrer Heimat Mann und Kind. Alle sind zufrieden - nur sie ist unglücklich mit Ihrer Entscheidung.

Solche und andere Konflikte können Sie im Rahmen von Familienaufstellungen durchleuchten und Lösungen finden. Und das funktioniert aus meiner Sicht in Hypnose besser als während einer Aufstellung.

Was ist Familienstellen? Das dahinter steckende Phänomen

Das klassische Familienstellen findet in einer Gruppe statt, die sich zu diesem Zweck trifft. Grundlage für die Arbeit ist: Menschen sind in der Lage, sich in die Rolle eines anderen Menschen einzufühlen und in dieser Rolle wahrzunehmen, was andere fühlen. Dazu müssen sie die Personen, in deren Rolle Sie schlüpfen, nicht kennen. Wer in die Rolle einer anderen Person schlüpft, wird beim Familienstellen Stellvertreter genannt. Dabei gilt: jeder Mensch kann jede Rolle repräsentieren und seine Wahrnehmungen schildern.

Für Skeptiker: erst ausprobieren, dann urteilen.

Das Ziel

Ziel ist es, Verstrickungen aufzudecken, die hinter dem Problem des Klienten stecken. Darauf folgt die Suche nach einer Lösung. Im besten Fall wird die Verstrickung gelöst, der Klient ist frei.

Der Ablauf

Der Aufsteller entscheidet anhand des Anliegens/Problems, welche Personen, Symptome etc. im Raum aufgestellt (positioniert) werden. Der Klient sucht sich aus der Gruppe Menschen, die an einer Familienaufstellung teilnehmen, Stellvertreter aus. Er wählt Stellvertreter/Repräsentanten für Personen, Symptome etc. und stellt diese im Raum auf. Dabei lässt er sich von seiner Intuition leiten.

Der Ist-Zustand: Die Position der Personen im Raum, ihre Blickrichtung, ihre Körperhaltung verraten bereits eine Menge über ihre Beziehung zueinander. Der Aufsteller fragt die Personen (Stellvertreter) nach ihrem Befinden.

Um das Problem zu lösen, werden Stellvertreter umgestellt. Zwischendurch bietet der Aufsteller kurze prägnante Sätze zum Nachsprechen an. Dabei kommen Verstrickungen ans Licht. Im Idealfall werden Positionen und Lösungssätze gefunden, die zur Folge haben, dass das Problem überflüssig und damit gelöst ist. Probleme existieren nie zum Selbstzweck, sondern, weil etwas beachtet und gewürdigt werden will.

Beispiel

Belastende Mutter-Tochter-Beziehung: Die Mutter missgönnt der Tochter deren familiäres Glück. Das belastet die Tochter, aber sie fühlt sich verpflichtet, sich regelmäßig die Vorhaltungen der Mutter anzuhören.

Während einer Aufstellung - bei mir in Hypnose - stellt sich heraus, dass die Mutter mit 17 Jahren schwanger geworden ist. Sie hat sich entschieden, das Kind, die Klientin, zu bekommen. Dafür hat sie in ihrer Jugend auf manches verzichtet. Nachdem das ausgesprochen und von der Klientin gewürdigt worden ist, kann die Mutter freundlich auf das Glück ihrer Tochter schauen.

Auch im Alltag entspannt sich die Situation, nachdem die Tochter auf tiefer Ebene ihre Einstellung zu ihrer Mutter geändert hat.

Fallstricke auf dem Weg zur Lösung

Entscheidend für Entstehung und Fortbestand eines Problems ist die innere Haltung des Klienten. Seine innere Haltung kann jeder Mensch ändern.

Ändert ein Mensch seine Einstellung bzw. sein inneres Bild, ziehen zum System gehörende Personen erfahrungsgemäß nach. Und genau da liegt ein häufiges Problem: eine/r muss anfangen, aber jeder erwartet, dass der andere derjenige/diejenige ist.

Eine heilsame Aufstellung ist ein emotionaler Prozess. Gefühle sind nicht MACHBAR, weder durch den Aufsteller/Hypnosetherapeuten noch durch den Klienten.

Heilung auf Seelenebene ist ein Prozess, dessen Dauer niemand genau vorhersehen kann. Wer Heilung mit einer einzigen Aufstellung verspricht, weckt Ansprüche, die selten zu erfüllen sind. Ein Klient, der bereit ist, sich einzulassen, hat gute Chancen auf Erfolg. Ich habe schon oft erlebt, dass es schneller geht als gedacht, versprechen kann und will ich es nicht.

Familienstellen ist in gewisser Weise eine Modeerscheinung geworden. Oft kommen Teilnehmer aus reiner Neugierde. Dabei fehlt die für eine erfolgreiche Arbeit notwendige Ernsthaftigkeit. Es werden sinnlose Anliegen aufgestellt, frei nach dem Motto: ist der Klient einmal da, wird aufgestellt.

Beispiel

Anliegen: Der Klient möchte herausfinden, ob er mit seiner neuen Partnerin ein Haus kaufen soll. Während er sein Anliegen schildert ist klar, dass er sich längst entschieden hat. Die Aufstellung ist überflüssig. Sie wird dennoch ausgeführt – in Form eines einstündigen „Ge-eiers“ ohne zusätzliche Erkenntnisse.

Jemand kommt unter großem Druck in eine Gruppe, hat schon vieles ausprobiert und MUSS eine Lösung finden. Lässt sich der Aufsteller darauf ein, werden oft Lösungen aufgedrückt, für die der Klient innerlich nicht bereit ist.

Die Seele braucht Zeit, um die ans Licht gebrachte Verstrickung zu verarbeiten.

Das kann durchaus bedeuten, dass sich der Klient auf der Alltagsebene erst mal schlechter fühlt als vor der Aufstellung – als die Verstrickung noch unbewusst war. In dieser Phase wird in der Gruppe entweder keine Lösung gefunden oder der Stellvertreter des Klienten nimmt die Lösung an, wogegen der Klient sie NOCH ablehnt. Stellvertreter weisen einen Weg, den der Klient erst noch gehen muss.

Während einer anschließenden Einzelsitzung kann die Arbeit fortgesetzt werden. Im Idealfall wird das vom Aufsteller angeboten. Oder der Klient braucht mehrere Aufstellungen, um ans Ziel zu kommen.

Gelingt die Lösung in einer einzigen Aufstellung, hat der Klient oft schon Vorarbeit geleistet, z.B. scheinbar vergeblich andere Therapiemethoden ausprobiert. Diese waren jedoch keineswegs vergeblich, sondern Wegbereiter. In diesem Sinn gibt es keine erfolglosen oder überflüssigen Therapien/Beratungen etc.

Je größer die Verstrickung und die Loyalität des Klienten zu seinem System sind, desto langwieriger ist der Prozess der Heilung und Lösung.

Warum? Der Klient hat Angst, die Liebe der Personen zu verlieren, mit denen er verstrickt ist, oder die Zugehörigkeit zum System einzubüßen. Das ist die Angst des hilflosen abhängigen Kindes, das in jedem Menschen präsent ist.

Belastende innere Bilder haben mit frühen Prägungen zu tun. Hier hilft die Arbeit mit dem inneren Kind.

Die Lösung gelingt automatisch, wenn Menschen innerlich reifen und seelisch erwachsen werden.

Fazit: Aufstellungen decken Verstrickungen innerhalb Ihrer Beziehungssysteme auf. Zuvor Unbewusstes wird Ihnen bewusst. Mit diesen Erkenntnissen können Sie bei Bedarf weiterarbeiten.

Die Vorteile der systemischen Hypnose

Ich biete Ihnen eine „systemisches Aufräumarbeit“ an. Dabei betrachten wir Ihre inneren Bilder zu folgenden wichtigen Beziehungssystemen:

Ihre Herkunftsfamilie (Eltern, Geschwister)

Ihre weiblichen Vorfahren

Ihre männlichen Vorfahren

Ihre jetzige Familie und, falls es diese gab,

Ihre „Ex-Familie“ samt Ex-Partner/in

Der Vorteil von Hypnose

Sie stehen ohne Wenn und Aber im Mittelpunkt.

Eine Klientin, die deswegen zu mir kam, war zuvor bei einer Austellung. Sie war am Ende des Tages an der Reihe und musste erleben, dass die Energie und Motivation der Beteiligten im Lauf des Tages abnahmen, weil es keine klaren Absprachen gab.

Kommen Konflikte ans Licht, die sich mittels systemischer Arbeit nicht lösen lassen, wechseln wir - je nach Absprache - zur aufdeckenden Hypnose.

Sie befreien sich während der Arbeit nach und nach von destruktiven Verstrickungen. Darin schlummert ein großes Heilungspotential. Konflikte, Weltbilder, etc., die schon lange nicht mehr zeitgemäß sind und dennoch unbewusst von Generation zu Generation weitergereicht wurden, bleiben Ihren Nachkommen erspart: ein wunderbares Geschenk, das Sie Ihren Kindern machen, indem Sie an sich arbeiten.